Exhibition

It Was All A Dream

16 Nov 2019 – 23 Feb 2020

Regular hours

Sunday
11:00 – 17:00
Tuesday
10:00 – 17:00
Wednesday
10:00 – 19:00
Thursday
10:00 – 17:00
Friday
10:00 – 17:00

Kommunale Galerie Berlin

Berlin
Berlin, Germany

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Mit Werken von:
Sophia Domagala
Anna Ehrenstein
Andrea Eva Györi
Okka-Esther Hungerbühler
Verena Issel

About

Heraklit sagte: “Die Wachen haben alle eine einzige gemeinsame Welt, im Schlaf wendet sich jeder der eigenen zu.” 1994 erschien “Juicy”, von The Notorius B.I.G, dessen prägnantester Satz “It was all a Dream” diesen Traum aus der individuellen Welt zurück in die gemeinsame Welt der Wachenden holt.

Der Traum, vormals als poetisches Modell, ist in der Form der Erzählung des Ostküsten Rapstars zu etwas geworden, das zur Umsetzung anleiten soll. Denn den “Dream”, den Notorius B.I.G besingt, gilt es in jedem Fall zu verwirklichen. Er ist ein Versprechen, das man einlösen muss. Es geht dabei um wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg.
Alles Diffuse, das dem Traum und der Erzählung darüber vormals innewohnte, ist einer glasklaren Eindeutigkeit gewichen. So hat der Traum zwei Ebenen über die man sich ihm annähern kann und die einander gegenüber stehen. Man kann da ein Spannungsfeld ausmachen, zwischen dem Traum als Nische, in der das Seltsame oder nicht-zu-benennende sich manifestiert und dem “Dream”, der etwas über die ökonomischen Umstände, unter denen das passiert, aussagt.

In diesem Feld lassen sich die Arbeiten der beteiligten Künstler*innen verorten. Sie arbeiten mit Malerei, Skulptur, Video oder räumlicher Intervention. Neben dem Abstecken des Bereichs des Traums, geht es auch um das Sichtbarmachen von den Bedingungen unter denen die Verwirklichung dieses Traums, des “Künstler*in” seins, passiert. Es geht auch um die Verwirklichung des Traums als Rechtfertigung für prekäre und prekärste Produktionsbedingungen, gerade im Bereich von Kunst und Kultur. “Lebe deinen Traum!” ist hier vielleicht auch als ultimative Losung zur Selbstausbeutung zu verstehen.

(Text: Laura Helena Wurth)

Curators

Laura Helena Wurth

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