Exhibition

Preis des Präsidenten der UdK Berlin 2018

30 Nov 2018 – 6 Jan 2019

Haus am Lützowplatz

Berlin, Germany

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  • U1 Nollendorfplatz

Save Event: Preis des Präsidenten der UdK Berlin 2018

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Der Preis des Präsidenten der UdK Berlin für Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Bildenden Kunst, wie er seit 2018 heißt, wird seit 1997 jährlich an jeweils drei herausragende Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Fakultät Bildende Kunst verliehen.

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Ziel ist es, eine Brücke zwischen der Universität und dem Kunstbetrieb zu schlagen. Mit dem Preis ist eine gemeinsame Ausstellung und ein eigener Katalog verbunden. Das Haus am Lützowplatz ist seit 2016 nun zum dritten und letzten Mal der institutionelle Partner dieses Ausstellungsformates.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2018 sind:

Johannes Bansmann, Fachklasse von Prof. Karsten Konrad
Nils Fischer, Fachklasse von Prof. Tilman Wendland
Juliane Tübke, Fachklassen von Prof. Tilman Wendland und Prof. Monica Bonvicini

Johannes Bansmanns Arbeit ist eine sehr intime Verallgemeinerung. Wie zwei Eiswürfel versunken im Gespräch. Sie ist der Versuch, aus dem, was noch nichts ist und dem, was schon nichts mehr ist, ein Stück Realität zu erschaffen. Dem Großen etwas Kleines gegenüberstellen, wie in der Akupunktur. Doch die komplette Technik ist ihm ein Rätsel und oft scheitert er schon beim Finden der Nadel. Er braucht einen klaren Kopf. Muss Ballast abwerfen im Sog der Banalitäten. Aber was soll man wegschmeißen? Alles scheint eine Frage der Perspektive. Haltung bewahren, denkt er. Gut produziert, gut inszeniert, gut konsumiert. So sollte es doch sein. Nur wie konnten sich die Dinge so verselbständigen? Er hat völlig die Kontrolle verloren. Nun liegen sie da und regen sich nicht mehr. Erst wenn du weggehst, zucken sie und schauen dir nach.

„Ein kurzer Blick hinein in die Maschine“, dies ist das Anfangsszenario für viele von Nils Benedikt Fischers Arbeiten. Doch das mehrdimensionale Gebilde offenbart immer weitere Ansichten, sodass eine Antwort über den möglichen Bestimmungszweck der komplizierten Konstruktion nur provisorisch erteilt werden kann. So viel steht fest: Bild und Maschine sind das stets füreinander gefertigte Paar, das miteinander vielschichtige Sinnzusammenhänge eingeht. Ihre schrittweise Entdeckung und das Erlebnis der Aktivierung sind das Ziel und öffnen den Blick für eine fremde metaphorische Welt, welche sich aus dem Materiellen abhebt.

Die Grundlage für Juliane Tübkes Fotografien ist ein Papier, das in der Archäologie verwendet wird, um gefundene Steininschriften zu entziffern. Mit Hilfe einer Abdrucktechnik untersucht sie die Qualitäten verschiedener steiniger Oberflächen und rückt somit nicht die Sprache, sondern das Material mit seiner eigenen gestalterischen Kraft in den Vordergrund. Am Ende des Prozesses wird nicht der Stein selbst, sondern immer das Papier, in das sich seine Spuren während des Abdruckverfahrens eingeschrieben haben, fotografiert. Stein, ein Material, das allgemeinhin nur darauf zu warten scheint, durch den Menschen geformt zu werden und durch ihn an Bedeutung zu erlangen, wird in Juliane Tübkes Arbeit zum bedeutenden Akteur bei der Generierung von Bildern, die den Betrachter einen Perspektivwechsel vollziehen lassen und dabei gleichzeitig Fragen von Sichtbarkeit und Unsichtbarem kommunizieren.

Die Preisverleihung fand am 31.Mai 2018 statt. Eine Fachjury wählte die drei Preisträgerinnen und Preisträger aus einer Ausstellung von 13 Nominierten, die in der Quergalerie der UdK Berlin vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2018 zu sehen war.

Der Fachjury gehörten an:
Herr Prof. Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin
Herr Prof. Gregory Cumins, Künstlerische Leitung Bildende Kunst an Grundschulen,
Institut für Kunst, UdK Berlin
Herr Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter, Haus am Lützowplatz
Frau Dr. Julia Wallner, Direktorin, Georg Kolbe Museum
Frau Joanna Kiliszek, Kunsthistorikerin

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