Exhibition

Laura Pakarinen - Die Korallenmacherin (The Coral Maker)

30 Jul 2019 – 10 Aug 2019

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Wednesday
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Galerie Pleiku

Berlin
Berlin, Germany

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30.7.-10.8.2019
Laura Pakarinen - Die Korallenmacherin (The Coral Maker)
Opening: 30.7. 19-21h, Welcome - Willkommen

About

... they escaped from the kitchen table and took over the livingroom. Like a living organism they spread out conquering space in the small flat ...

I think people have a special relationship with nature but at the same time I can’t help noticing symptoms of estrangement. We’re both struck by collective fear, anxiety and uncertainty regarding the future as we’re numbed by our guilt and inability to act.

My work is characterised by a sense of powerlessness in face of nature that I explore by visual art and sculpture. In my photographs the person behind the viewfinder searches for her place in relation to her surroundings and nature.

My frustration acquired queer forms, when I, unable to face the real world, started a game inspired by the impending destruction of corals. I fantasized we won’t be able to remember what corals look like. I started constructing an imaginary coral reef. Simultaneously I imagined how future scientists will discover the relics of our civilization. Finally my creations escaped the kitchen table and spread out over different surfaces and made it to the living room. Like a living organism they overtook territory to the great dismay of my co-habitant.

Artists often have an ambiguous relationship with their work. The question is posed: is it right to produce pieces made of inorganic materials? As I made small plastic balls on the floor in the dead of night I questioned the sense of this project. I realised the materia I was working on would overlive me. Before, it was an achievement if pieces overlived their makers, now I’m not so sure. Tormented by guilt I vowed to recycle the materials in my future works and at the same time I hoped contemporary usage of plastic wouldn’t
be allowed in the future.

Laura Pakarinen graduated from the Free Art School in Helsinki 2011. She
presently studies at the Academy of Art (University of Arts, Helsinki).​

​***

... sie entkamen dem Küchentisch und übernahmen das Wohnzimmer. Wie ein lebender Organismus haben sie sich ausgebreitet und die kleine Wohnung ausgefüllt …

„Ich denke, dass Menschen eine besondere Beziehung zur Natur haben. Dennoch erkenne ich, dass wir uns immer weiter von ihr entfremden, wir sind von kollektiver Angst und Unsicherheit eingenommen, während wir uns von unserer Schuld und Untätigkeit betäuben lassen.

Meine Werke stechen dadurch hervor, dass sie eine Art Machtlosigkeit gegenüber der Natur darstellen, welche ich wiederum durch visuelle Kunst und Skulpturen zum Ausdruck bringe. In meinen Bildern sucht die Person hinter der Kamera nach Ihrem Platz im Bezug auf ihre Umgebung und die Natur.

Meine Frustrationen haben ungewöhnliche Ausmaße angenommen, als ich mich selbst nicht mehr mit der echten Welt konfrontieren konnte, inspiriert von der Zerstörung der Korallen. Ich habe mir vorgestellt, dass wir uns eines Tages nicht mehr daran erinnern werden können, wie Korallen ausgesehen haben. Da habe ich angefangen, ein imaginäres Korallenriff zu errichten. Gleichzeitig ist mir in den Sinn gekommen, wie zukünftige Wissenschaftler vielleicht auf die Relikte unserer Zivilisation stoßen könnten. So sind meine Kreationen dem Küchentisch entkommen und haben sich zum Missfallen meines Mitbewohners wie ein lebender Organismus ausgebreitet.

Künstler haben oft eine vielseitige Beziehung mit ihrer eigenen Kunst. Da stellt sich die Frage, ist es richtig, Werke aus anorganischen Materialien herzustellen? Als ich des nachts auf dem Boden kleine Kunststoffbällchen hergestellt habe, habe ich auch den Sinn meines Projektes hinterfragt. Mir ist bewusst geworden, dass dieses Arbeitsmaterial mich wahrscheinlich überleben wird. Früher war es wohl eine Errungenschaft, wenn das Kunstwerk seinen Künstler überlebt hat, heute bin ich mir dabei jedoch nicht so sicher. Von meiner Schuld geplagt, habe ich mir geschworen, dass ich die Materialien in meinen zukünftigen Werken wiederverwende und habe gehofft, dass die moderne Benutzung von Kunststoff in der Zukunft nicht mehr erlaubt sein wird.“

​Laura Pakarinen machte 2011 ihren Abschluss an der Free Art School in Helsinki. Aktuell studiert sie an der Kunstakademie (Kunstuniversität, Helsinki). ​

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