Exhibition

Kristallpalast Bernard Heesen

16 Nov 2012 – 22 Dec 2012

Event times

opening november 16 6 - 9 pm

Brutto Gusto

Berlin, Germany

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Pressemitteilung ‘KRISTALLPALAST' Bernard Heesen 9. November — 22. Dezember 2012 Eröffnung: Freitag, 9. November, 18 — 21 Uhr Von 9. November bis 22. Dezember ist die Ausstellung ‘KRISTALLPALAST' von Bernard Heesen bei Brutto Gusto zu sehen. Anarchie Bernard Heesen, geb. Leerdam 1958, zunächst zum Architekten ausgebildet, ist ein Anarchist in der Welt der Glaskunst. Kein Gezicke, keine Eitelkeit, zumindest scheint er nicht nur so zu tun, sondern Freude. Freude am Alltag, an den gewöhnlichen Dingen: Trinkgläser, Pokale, Schalen oder eine Auflistung aus einem alten Lexikon. Das ist Bernard gleich, wenn am Rand des technisch Möglichen den Kurs nach der reinen Schönheit absteckt. Auf den ersten Blick ist es schwer, eine klare Linie und eine unverwechselbare Handschrift in den Glasarbeiten von Bernard Heesen auszumachen. Er verfügt über kein fest umrissenes künstlerisches Programm, sondern erforscht die Eigenschaften des Glases, ohne sich behindern zu lassen vom Streben danach, schöne Dingen für die Menschen zu schaffen... Handwerk Für Bernard, der die äuà Š¸erliche Erscheinung eines kräftigen Handwerkers besitzt, ist kein Stück Glas zu schwer oder zu groà Š¸. Diese physische Kraft liegt auf einer Linie mit dem traditionellen Handwerk und lässt eine breite Vielfalt an Vasen und Trinkgläsern entstehen, die allerdings vollkommen vom Konventionellen abweichen. Viele seiner Arbeiten weisen beinahe surrealistischen Charakter auf, die Alltagsgegenstände zu Objekten aus Glas formen, aber auch verformen. Nach seiner Neuentdeckung des Werkes von Heer Jeekel (1839-1885), dem Glasfabrikanten und Bürgermeister von Leerdam, der eine frühe Form des industriellen Pressglases produzierte, stürzte sich Bernard auf eine Wiederherstellung von klarem Pressglas, wobei er auch vorgefertigte Stücke, die er auf Flohmärkten oder Dachböden findet, verwendet und zusammen mit selbstentworfenen Ornamenten mit Silikonkleber aneinander montiert. Sein Werk kommt mit einem beinahe scheuen Sensibilität und einem ausgeprägten Feingefühl für Humor und absurde, lachhafte Situationen. ———— Kristallpalast Auf dem Weg nach Leerdam im Jahr 1984. Nach der Wegbeschreibung liegt das ehemalige Wasserschöpfwerk De Oude Horn rechts der Linge. Das stillgelegte Werk dient seit einigen Jahren dem Glaskünstler Willem Heesen als Atelier. Glas interessiert mich eigentlich nicht sonderlich. Für mich ist es viel Getue um eine zähe Flüssigkeit — keine Kunst. Mein Besuch in dem Atelier ändert nichts an meiner Meinung. Zwei Jahre später gehe ich durch die Säle des Museum Boijmans Van Beuningen und betrachte wild durcheinander schwankendes Glaswerk. Auf der Stelle bin ich vernarrt in die Dronken Bokalen (betrunkene Pokale) aus dem Jahr 1985 von Bernard Heesen, dem Sohn von Willem. Abermals fahre ich Richtung Leerdam. Versunken im blühenden Wiesenkerbel liegt seine Werkstatt. Bernard, einst zum Architekten ausgebildet, bringt die Glaswelt zum Klirren. Enorme Mengen von Glas werden in Ofen geschoben und wieder herausgezogen: Backsteine, Pokale, Kinderbäder und Damenhandtaschen. Nein, kein Getue. Wie ein Anarchist in Sachen Glas springt er mit dem Material um. Seine Objekte können ihm nicht groà Š¸, nicht schief, nicht bunt genug sein. Am Ende der 1990er Jahre taucht Bernard in seine riesige Sammlung Lexika ein und beginnt seine Serie von enzyklopädischen Schöpfungen, zu denen er sich von den prächtigen Illustrationen der oftmals obsolten Objekte. Vergröà Š¸ert, verkleinert, verfärbt — darauf kommt es nicht an, es wird allemal ein bunter Aufzug. Zur selben Zeit fängt er an, eine ganz eigene Enzyklopädie zu entwickeln: die Welt des Glasbläsers. Inzwischen sind bereits drei Teile publiziert. Nach seiner Neuentdeckung des frühen industriell gefertigten Pressglases von Heer Jeekel (1839-1885), dem Glasfabrikanten und Bürgermeister von Leerdam, stürzte sich Bernard auf eine Wiederherstellung von klarem Pressglas. Auch verwendet er vorgefertigte Stücke, die er auf Flohmärkten oder Dachböden findet und zusammen mit selbstentworfenen Ornamenten mit Silikonkleber aneinander montiert. Glasarbeiten, so klar wie das Wasser des Flusses Linge. Ich habe sie in dem wunderschön restaurierten Glasatelier De Oude Horn gesehen. à Š“ber Glas denke ich schon einige Zeit anders.

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