Exhibition

How steep the stairs within Kings' houses are

8 Jan 2016 – 20 Feb 2016

Artae Galerie

Leipzig, Germany

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  • Haltestelle "Nordplatz / Michaeliskirche" Linie 12 Haltestelle "Chausseehaus" Linie 16 und 11

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How steep the stairs within kings' houses are
Kata Unger + Frank Diersch
Bildteppich + Zeichnung

About

How steep the stairs within Kings’ houses are - Wie steil die Stufen in den Königshäusern sind - ist der Anfang des Gedichtes „At Verona“ von Oskar Wilde von 1881 und verweist als Ausstellungstitel auf die Poesie und Dichte der Kunst von Kata Unger und Frank Diersch, die wir in unserer ersten Ausstellung in 2016 zeigen. Beide künstlerische Positionen können als figürlich, erzählerisch und unbedingt poetisch bezeichnet werden. Doch wie beide zu den jeweiligen Ergebnissen kommen, kann kaum unterschiedlicher sein.

Kata Unger färbt Wolle und webt in klassischem Stil an einem großen Webstuhl, allerdings ohne Vorlage, sondern an einem Thema, das sich dann über die Dauer der Entstehung weiterentwickelt. Neben der technischen Versiertheit z.B. der Komposition, denn Unger malt bzw. webt ihre Bilder quasi von der einen Seite zur anderen und dies auch meistens in einer Größe ab zwei Metern, fasziniert die inhaltliche Aktualität der Bildteppiche. Der Bildteppich „Slowmotionbar im Zwischendeck“ ist eine Auseinandersetzung mit der frühen Philosophie von Michel Foucault. Sowohl das Schiff als auch die gleichzeitige Darstellung von Innen- und Außenraum stehen für seine Heterotopie. „Foucault nimmt an, dass es Räume gibt, die in besonderer Weise gesellschaftliche Verhältnisse reflektieren, indem sie sie repräsentieren, negieren oder umkehren.“ Kata Ungers Kunst ist subtil und zugleich direkt, politisch und zugleich ästhetisch, zeitgenössisch und zugleich traditionell. Kata Unger war zum Berlin Art Prize 2014 nominiert.

Um die Vielfalt und Könnerschaft der Linie in Frank Dierschs Zeichnungen aufzuzeigen,
nur zwei Beispiele: In „home is“ sehen wir grazil geschwungene lebendige Linien, die
sanft aber bewußt die männliche Figur mit einem Tintenfass auf dem Rücken beschreiben. Dahingegen verdichten sich bis ins tiefe Schwarz gehend kurze gebogene Linienstücke in „castle“. Die Motive Haus, Schloß, Berg, Wolken, Landschaft und Figuren kehren immer wieder und sind Schlüsselmotive für den Künstler. Oft werden in die Zeichnungen Worte, Thesen, scheinbar Aufgeschnapptes auf Textbannern integriert, die dem Dargestellten eine weitere Ebene geben. Seine Zeichnungen vermitteln Rätselhaftes, reflektieren reale Welten und thematisieren immer wieder den Mensch in seiner urbanen Umgebung. Utopisches, Surreales und Reales fließen gleichermaßen zusammen und zeigen dem Betrachter eine Fülle von Phantasie.

Frank Diersch bezeichnet sich als Soldier of Drawing – Soldat des Zeichnens. Bereits
als Jugendlicher nahm er in Ost-Berlin Zeichenunterrricht bei Wulff Sailer. Nach dem
Studium an der FH für Werbung und Gestaltung kam Anfang der 90er Jahre ein Stipendium als Meisterschüler bei Dieter Goltzsche an der Akademie der Künste hinzu. 1998 erhielt er den Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung und es folgten Lehraufträge an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Bergische Universität Wuppertal und Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Beide Künstler kennen wir bereits über zehn Jahre und freuen uns, dass wir erstmals
ihre Werke bei uns in Leipzig ausstellen können. Wir freuen uns auf Euren Besuch.
 

Curators

Sabine Elsner

Exhibiting artists

Kata Unger

Frank Diersch

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