Exhibition
Christina Dimitriadis: J'ai perdu mon Eurydice – Ach, ich habe meine Eurydike verloren
10 Apr 2025 – 24 Aug 2025
Regular hours
- Thursday
- 08:00 – 15:00
- Friday
- 08:00 – 14:00
- Monday
- 08:00 – 15:00
- Tuesday
- 08:00 – 15:00
- Wednesday
- 08:00 – 15:00
Address
- Grunewaldstr. 55
- Berlin
Berlin - 12165
- Germany
About
Die Schwartzsche Villa präsentiert eine Einzelausstellung der international renommierten Künstlerin und Fotografin Christina Dimitriadis. Die von Christine Nippe kuratierte Schau feiert Premiere mit einer neuen Werkserie, die zwischen 2021 und 2025 in Griechenland entstanden ist.
Die Künstlerin Christina Dimitriadis, in Thessaloniki geboren, konzentriert sich seit 2015 auf die Natur und die Bedeutung des Mittelmeers, mit einem Fokus auf das Ägäische Meer. Mit der Geschichte, den Mythen und den ständig wechselnden Kulturen wird die Ägäis als einzigartiges maritimes Umfeld hervorgehoben. Gleichzeitig machen die Migrationsströme, der Handel und der kulturelle Austausch es noch außergewöhnlicher. Die Fotografien der Künstlerin werfen Fragen zur Geopolitik und zur Nachhaltigkeit dieser Region Südeuropas auf. Wie Christina Dimitriadis anmerkt: „In einer Zeit rascher Veränderungen bleibt die Interpretation der historischen Vergangenheit fluid und schafft vielfältige Erzählungen, die nicht nur zum Verständnis der Gegenwart, sondern auch der Zukunft beitragen.“
Mit ihrer neuen Arbeit “J´ai perdue mon Eurydice” (2021-2025) geht Dimitriadis auf Spurensuche auf den antiken Transportwegen des Marmors. Die griechisch-deutsche Künstlerin versteht den weißen Stein als Symbol für die antike Welt und macht dabei zentrale anthropologische Mechanismen sichtbar: „Marmor repräsentiert den menschlichen Wunsch nach Schönheit und Pracht und spiegelt gleichzeitig die Sehnsucht des Menschen wider trotz aller Hindernisse etwas zu schaffen. Ein Marmorblock enthält das Potenzial für jede menschliche Idee und kann daher auch Böses in sich tragen.“
Dimitriadis Spurensuche führte sie zu einem alten Steinbruch auf der Insel Fournoi. Die wilde und trockene Insellandschaft mit dem seit Jahrhunderten inaktiven marmornen Steinbruch, erinnern in der aktuellen Situation an die Ruinen eines antiken Theaters und nicht an einen Steinbruch. Diese Landschaft, die einst als Ort der Produktion und Ausfuhr der Kostbarkeit diente, erscheint nun wie eine Bühne.
Es folgte auf Dimitriadis Reise die Insel Delos. Diese Museumsinsel, auf der man durch die Stein- und Marmorruinen einer mythischen Stadt wandert und dabei mit der Geschichte ihres Aufstiegs und Niedergangs konfrontiert wird, vereint das Theater und die Stadt als Ort des künstlerischen Ausdrucks.