Exhibition

Ausstellungseröffnung "bis hierher und nicht weiter"

17 Jul 2020

Regular hours

Friday
12:00 – 19:00

Free admission

Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Berlin, Germany

Address

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  • U9 Turmstrasse

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Die Ausstellung "bis hierher und nicht weiter . this far and no further" lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischen gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökologischen Entwicklungen ein.

About

bis hierher und nicht weiter . this far and no further

mit Arbeiten von Fadi Al-Hamwi, Jan Bejšovec, Rafał Dziemidok + Kacper Lipiński, Hannelore, Claudius Hausl, Catherine Lorent, Sharon Paz, Silke Schwarz, Mark Swysen, Chryssa Tsampazi, Raul Walch, Steffi Weismann + Çiğdem Üçüncü und Michael Wolke

Eröffnung: Freitag 17. Juli, 19 Uhr

Ausstellung:
18. Juli - 30. August 2020, Di-Sa 12-19 Uhr

Als Auftakt des Moabiter Kunstfestivals Ortstermin 20 lädt die Ausstellung bis hierher und nicht weiter . this far and no further zu einer kritischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischen gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökologischen Entwicklungen ein. Die Ausstellung zeigt Künstler_innen und Performer_innen, die sich in ihrer künstlerischen Praxis mit physischen und geopolitischen Grenzen, sozialen Phänomenen und Überschreitungen von ästhetischen Grenzziehungen auseinandersetzen.
Der Covid-19-Lockdown und das dadurch erzwungene temporäre Heraustreten aus Konsum und Leistungszusammenhängen haben als extremer Verstärker für das Bewusstsein von Abhängigkeiten, kapitalistischen Produktionsketten und sozialer Ungerechtigkeit gewirkt. Mit welchen Strategien begegnen Künstler_innen individuellen und gesellschaftlichen Einschränkungen? Wie gehen sie mit Panikmache und Bagatellisierung, wie mit rassistischer und nationalistischer Ausgrenzung um, die nicht erst seit Corona und der daraus folgenden Stimmung „allgemeiner Verunsicherung“ Hochkonjunktur haben?

Der Klang zerbrechenden Glases wird zum Soundtrack für Hanau. Ein im Raum verspannter Maschendrahtzaun präsentiert sich mit minimalistischer Eleganz. Absurd anmutende Inszenierungen von kultureller Assimilation begegnen textilen Bildcollagen mit provozierenden ikonografischen Bezügen zu jüngerer deutscher Geschichte. Barockes Ornament und die durchdringende physische Präsenz einer Heavy-Metal-Performance feiern Sinnlichkeit und Aufbegehren, und die Geschlossenheit einer Installation öffnet sich für den aktiven Gebrauch durch die Besucher_innen, die so einen sozialen und kommunikativen Raum eröffnen und miteinander teilen. Die künstlerischen Beiträge loten auf vielschichtige Weise Fragen zu Aus- und Abgrenzungen im physischen, sozialen und politischen Raum aus, um die Komplexität und Verzahnung gesellschaftspolitisch relevanter Prozesse mit all ihren Ambivalenzen offenzulegen und zu dekonstruieren.

Bis hierher und nicht weiter . this far and no further versteht sich aber auch als Ermutigung, die unmittelbare physische Begegnung mit zeitgenössischer Kunst auch mit Covid-19 wieder zu ermöglichen und mit den aktuellen Einschränkungen und Distanzregeln kritisch zu spielen: Aktionen, Performances und zahlreiche Veranstaltungen in der Galerie und im öffentlichen Raum laden dazu ein, physische Präsenz und soziales Miteinander, die Partizipation und die Kommunikation als bewussten Vorgang der Reflektion, des Austausches und der Freude zu erleben und zu gestalten.

As a prelude to the Moabit art festival Ortstermin 20, the exhibition bis hierher und nicht weiter . this far and no further calls for a critical engagement with developments in contemporary society, politics, culture, and ecology. The exhibition features work by artists and performers who explore physical and geopolitical borders, investigate the dynamics of social phenomena, and challenge aesthetic boundaries. Furthermore, the Covid-19 lockdown and temporary forced abandonment of usual models of consumption and productivity have amplified awareness of interdependencies, capitalist production chains, and social injustice.

During this time of uncertainty, insurgency, and new alliances, the potential of creative unrest is more relevant than ever. How do artists encounter and engage with individual and societal restrictions? How do they respond to scaremongering and trivialisation, racist and nationalist exclusionary rhetoric, all of which were already on the rise before Corona and the resulting mood of “general uncertainty”?
The sound of breaking glass becomes the soundtrack of Hanau, a wire fence extends across a room with minimalist elegance. Absurdist stagings of artistic assimilation meet textile collages with provocative iconographic references to recent German history. Baroque ornaments and the piercing presence of a heavy metal performance celebrate sensuality and insubordination, and a closed installation offers itself for active use by the visitors, allowing them to open and share a social and communicative space. The artistic contributions in the gallery and in the urban space explore boundaries in physical, social, and political settings, in order to reveal and deconstruct the complexity and interconnectedness of socio-politically relevant processes and their resulting ambivalences. The title bis hierher und nicht weiter . this far and no further is both an appeal to rethink, as well as a warning not to overstep certain lines that endanger societal peace, ecological balance, and peaceful, tolerant coexistence.

Bis hierher und nicht weiter . this far and no further also sees itself as an encouragement to enable the direct physical encounter with art also with Covid-19 once again, and to play with the current restrictions and distancing rules in a critical way: performances and events in the gallery and in public spaces invite a physical presence and social togetherness, with participation and communication as deliberate prerequisites for reflection, exchange, and the joy of experiencing and creating.

Kuratiert von / Curated by
Ulrike Riebel, Karen Scheper und Veronika Witte

Begleitende Veranstaltungen:

Mi/Wed Jul 29, 17 h
Ausstellungsrundgang und Künstler_innengespräch / Exhibition walk through and artist talk

Sa/Sat Aug 15, 19 h
Konzert von / Concert by Hannelore (Tom Früchtl und and Catherine Lorent)

Fr/Fri Aug 21, 17 h
Öffnung der Festivalzentrale des / Opening of the festival central of the Moabiter Kunstfestivals Ortstermin 20
Loop Table
Performance von/by Raul Walch

Di/Tue Aug 25, 19 h
Wir sind so verschieden. Hat das eine Zukunft?
Performance von/by Chryssa Tsampazi

Mi/Wed Aug 26, 18 h
Scherben
Performance von/by Steffi Weismann und/and Çiğdem Üçüncü

Mi/Wed Aug 26, 19 h
Artists against racism
Diskussionsabend mit / Discussion panel with Steffi Weismann, Apartment Project und weitere / and more

Fr/Fri Aug 28, 18 h
Offizielle Eröffnung des / Official opening of the Moabiter Kunstfestivals Ortstermin 20 – bis hierher und nicht weiter . this far and no further
Im Hof des Berlin Kolleg hinter der / In the courtyard of the Berlin Kolleg behind the Galerie Nord

Fr/Fri Aug 28 – Mi/Wed Sep 2, Ab der Dämmerung / from sundown
In between
Videoscreening in einem Fenster der / in a window of the Galerie Nord

Sa–So/Sat–Sun Aug 29–30, 15 h
Umherschweifen durch Raum und Klang
Performative Stadtteilerkundung von und mit / Performative exploration of the city district by and with Claudius Hausl
Treffpunkt für Teilnehmer_innen: vor der / Meeting point for participants: in front of the Arminiusmarkthalle

So/Sun Aug 30, 17 h
The Crossing I
Performance von/by Rafał Dziemidok und/and Kacper Lipiński
Gerickesteg (Fußgängerbrücke zwischen / foot bridge between Moabit und and S-Bahn Bellevue)

So/Sun Aug 30, 19 h
The Crossing II
Performance von / by Rafał Dziemidok und/and Kacper Lipiński
Vor der / In front of the Galerie Nord

So/Sun Aug 30, 20 h
itinerant interlude #2020
Performance von/by Axel Dörner (Trompete / trumpet), Liz Allbee (Trompete/trumpet) und/and Hilary Jeffery (Posaune/trombone, Trompete/trumpet, Tuba/tuba)
Kuratiert von / curated by Laurie Schwartz

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie dem Bezirksamt Mitte von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte und der initiative neue musik berlin e.V.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Situation der Zutritt zu den Räumen nur in kleineren Gruppen und mit Mund-Nasen-Schutz, entsprechend den Vorgaben des Senates, möglich sein wird. Die Eröffnung wird vor der Galerie stattfinden. Bitte beachten Sie auch die Hygienevorkehrungen auf unserer Webseite.

Please note that due to the current situation, access to the rooms will only be possible in smaller groups and with face masks, in accordance with the requirements of the Senate. The opening will take place in front of the gallery. Please also note the hygiene precautions on our website.

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